So entlarvst du die Tricks der Supermärkte

29.11.2018 So entlarvst du die Tricks der Supermärkte

Wir müssen alle ab und zu Einkaufen gehen. Und damit man als Konsument möglichst viel Geld im Supermarkt lässt, haben sie sich allerlei Tricks einfallen lassen. Um in Zukunft nicht mehr Geld auszugeben, als man geplant hat, hilft es diese Tricks etwas zu kennen. Daher verraten wir dir, auf was du im Supermarkt achten musst.

Die Milch ist immer ganz hinten

Eine angenehme Temperatur, Musik zur Untermalung und das richtige Licht – so versuchen Supermärkte eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Denn umso wohler wir uns im Supermarkt fühlen, umso länger bleiben wir im Geschäft – und kaufen natürlich auch mehr ein. Damit unsere Zeit im Laden möglichst verlängert wird, finden wir Produkte, die wir Konsumenten fast täglich benötigen (z.B. Milch) meist in der hintersten Eckte des Marktes. Denn auf dem Weg zu diesen Produkten legen wir hoffentlich noch weitere Waren in unseren Einkaufswagen.

Rote Schilder als Lockmittel

Nur weil ein Preis rot durchgestrichen ist, bedeutet das nicht automatisch, dass die Ware günstiger ist als sonst. Denn meist handelt es sich beim durchgestrichenen Preis nur um die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers. So zahlt man statt der vorgetäuschten Preisreduzierung möglicherweise sogar mehr für das Produkt. Ein weiterer Trick: Botschaften wie “nur heute” oder “letzte Chance” sollen einen Druck auf die Käufer auslösen, sind jedoch meistens geflunkert.

Schräge Einkaufswagen

Ganz findige Supermärkte haben den Boden ihrer Einkaufswagen leicht abgeschrägt. Denn dadurch rutschen Dinge, die du in den Wagen legst übereinander und die eingekaufte Menge wirkt so geringer. Noch ein Trick: Bei vielen Einkaufswagen fangen die Räder an zu ruckeln, sobald man etwas schneller fährt. Dadurch soll der Kunde dazu verleitet werden, langsamer durch den Supermarkt zu gehen. Unser Tipp: Nutze vor allem bei kleineren Einkäufen den Einkaufskorb. Denn durch das Gewicht des Korbes wird man immer wieder daran erinnert wie viel man schon eingekauft hat.

Geschnittene Waren kosten extra

Wer Gemüse und Obst, aber auch Käse oder Wurst bereits als Fingerfood oder vor-portioniert haben möchte, muss dafür ganz schön drauf zahlen. Zerkleinerte Melonen oder Ananas und vorgeschnippelte Salate sind oft bis zu vier mal teurer als die unverarbeiteten Produkte.

Kombi-Angebote häufig teurer

Das ist doch praktisch: Du willst frischen Spargel kaufen, und gleich daneben findest du den abgepackten Schinken und die Sauce Hollandaise. Das ist ein super Service! Doch meist ist das nur ein geschickter Verkaufstrick. Denn viele Kunden greifen direkt hier zu, obwohl sie an einer anderen Stelle im Markt die günstigeren Alternativen finden würden. Wir raten daher, unbedingt die Preise mit denen am entsprechenden Regal zu vergleichen.

Einkaufen nur mit Einkaufszettel

60 Prozent unserer Einkäufe im Supermarkt sind sogenannte Impulseinkäufe. Das heißt, dass sie spontan und ungeplant erfolgen. Und diese Ausgaben werden von vielen Konsumenten häufig ignoriert. “Es kostet ja nur 3,90 Euro” kann sich  zu stattlichen Beträgen aufsummieren. Verkostungen, eine auffällige Präsentation oder besondere Platzierungen sollen uns zum Kauf verleiten. Unser Tipp: Schreibe einen Einkaufszettel und kaufe nur die Produkte, die du auch wirklich auf dem Zettel hast.

Gleiche Größe, andere Menge

Nur weil die Verpackungen dieselbe Größe haben, heißt das nicht, dass auch dieselbe Menge enthalten ist. Unterschiedliche Füllmengen zwischen Herstellern oder zwischen unterschiedlichen Produktlinien (Billig- im Vergleich zur Premium-Linie) führen trotz gleichem Packungspreis zu hohen Preisunterschieden – diese können häufig bis zu 30 Prozent ausmachen. Daher solltest du immer den Grundpreis vergleichen, wenn du auf der Suche nach einem günstigen Produkt bist.

In die Knie gehen lohnt sich

Supermärkte platzieren die teuren Produkte sehr häufig in Augenhöhe, während die günstigeren Produkte meist ganz unten im Regal stehen. Die Position im Regal wirkt sich massiv auf den Verkauf aus: Wenn ein Produkt auf Augenhöhe 100-mal verkauft wird, werden Artikel auf Hüfthöhe im Durchschnitt nur 70-mal und in Kniehöhe nur 30-mal verkauft. Daher solltest du unbedingt auch unten im Regal schauen, denn hier stehen meist die günstigeren Eigenmarken der Supermärkte.

Breite Gänge

Vor allem Drogerien zählen stark auf Spontankäufe. Dort kaufen rund 90% der Konsumenten mehr ein, als sie eigentlich wollten. Für einen stressfreien Einkauf sind die Gänge hier daher meist besonders breit – man soll ja auch schließlich mit Kinderwagen gemütlich durch den Laden gehen können. Ausserdem ist es dort ausdrücklich erwünscht, dass Düfte und Cremes ausprobiert werden. Denn das führt häufig auch gleich zum Kauf.

Verlockende Düfte

Ist euch schon aufgefallen, dass das frisch gebackene Brot bei den meisten Supermärkten ganz vorne beim Eingang (bzw im ersten Drittel) zu finden ist? Der Duft nach leckerem Brot sorgt für ein gutes Gefühl und regt den Appetit an. Denn mit Hunger kaufen deutlich mehr Lebensmittel und Snacks ein, als wir es machen würden, wenn wir satt sind. Auch bei richtigem Licht kaufen wir Konsumenten mehr ein: Wurst und Fleisch sieht unter rötlichem Licht über der Theke besonders frisch aus. Käse wirkt unter gelblichen Licht besonders appetitlich. Und bei frischem Fisch führt bläuliches Licht zu demselben Effekt. Lass dich nicht von Duft und Beleuchtung täuschen!

Sonderangebote nicht immer günstiger

Nicht immer sind Produkte, die auf einer Sonderfläche im Gang (eine sogenannte Zweitplatzierung) ausgestellt werden, auch wirklich Sonderangebote. Der Preis in dem Regal mit den anderen Konkurrenzprodukten könnte günstiger sein!

Teure Snacks an der Kasse

Als Schnäppchenjäger sollten die Kassenzonen besser gemieden werden. Hier befinden sich die sogenannten Snackartikel, die deutlich teurer sind, als die gleichen Produkte im Regal. Oft handelt es sich bei den Artikeln im Kassenbereich um kleinere, teurere Packungsgrößen. Und noch etwas: In Drogerien findest du häufig Produkte in kleineren Probierverpackungen. Hier zahlt man so richtig drauf – denn diese sind im Vergleich zu den normalen Verpackungsgrößen im Regal bis zu 2x so teuer!

Gratis ist nicht gleich billiger

Wenn ein Artikel mit einer Gratiszugabe beworben wird, dann solltet du besonders kritisch sein. Denn in Einzelfällen wird vorab die Füllmenge reduziert oder der Preis wurde kurz davor angehoben. Das bedeutet, dass das Produkt inklusive der Zugabe nicht unbedingt günstiger ist als die reguläre Packungsgröße.

Zahle Bar

Eine Studie hat gezeigt, dass Konsumenten bis zu 83% mehr Geld ausgeben, wenn sie mit Karte statt in Bar bezahlen. Selbst unser Einkaufsverhalten ändert sich je nachdem wie wir am Ende bezahlen: Wer mit Karte bezahlt, greift häufiger zu Produkten, die er sonst der Gesundheit zu liebe im Regal gelassen hätte (z.B. Chips,Eis, Schokolade). Alleine die Anwesenheit von Logos von Kreditkartenfirmen führt dazu, dass wir im Durchschnitt 10% mehr für ein Produkt bezahlen würden, als wenn wir davor kein Logo gesehen hätten. Denke daran, wenn du das nächste mal an der Laden-Türe große Sticker der akzeptieren Kreditkarten siehst.


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